Chemische Experimente       

Experiment des Monats
Juli 2026

Magnetische Würmer

      

Alginate können in verschiedener Form für chemische und physikalische Experimente und Effekte genutzt werden. Sie eignen sich auch zur Illusion lebender „Würmer“.

Experiment des Monats

Geräte und Chemikalien:
Natriumalginat, Calciumchlorid, Eisen-Pulver,
Glasschale, Bechergläser, Spritze (10-20 ml), Spatel, kleiner Magnet.

Durchführung:
1 g Natriumalginat in 50 ml Wasser lösen. 2-3 Spatel Eisenpulver und/oder feine Eisenfeilspäne einrühren. Diese Lösung in eine Spritze aufziehen.
Eine Glasschale mit 1%iger Calciumchlorid-Lösung füllen. Das Alginat-Eisen-Gemisch langsam in diese Lösung spritzen, so dass wurmartige Gebilde entstehen.
Mit einem Magnet lassen sie sich dann „bewegen“.
Hinweis: die Eisen-Menge muss individuell ausgetestet werden: abhängig von der Körnung und angepasst an die Art der Versuchsdurchführung. Sie muss groß genug sein, damit das Produkt ausreichend magnetisch ist, aber nicht zu schwer wird.

Erklärung:
Alginate sind Polysaccharide, die insbesondere von Braunalgen gebildet werden. Die Natriumsalze sind gut wasserlöslich, mit Calcium-Ionen bilden sich Gele. Beim Einleiten der Alginat-Lösung in die Calciumchlorid-Lösung entsteht zuerst an der Grenzfläche eine feste Schicht, durch weiteres Eindiffundieren von Ca2+ härtet das Innere langsam aus. Die Flexibilität der „Würmer“ nimmt daher ab. Durch die Eisenpartikel lassen sie sich mit einem Magneten bewegen - mit etwas Übung so, als ob es Lebewesen wären.

Entsorgung:
Die Rückstände können zum Restmüll bzw. Abwasser gegeben werden.

Literatur & Links:
Matthias Ducci: Chemkon 24 (2017), 88-90; Chemkon 28 (2021), 87-90
Karl-Heinz Muth (Marburg): persönliche Mitteilungen

Chemikum Marburg     Herrn Dr. Karl-Heinz Muth, ehem. Chemikum Marburg, danke ich sehr herzlich für die Unterstützung.

Juni 2026: Glycurator-Reagenz

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